In memoriam

Wir trauern gemeinsam über das vorzeitige Ableben unseres lieben Freundes, brillanten Gelehrten und Studenten Raasheed Mahmood, M.A., MSS, BSS Raasheed wurde am 16. August 1976 in Feni, Bangladesch, geboren und…

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Sprechen auch Wildpflanzen in den Sprachen des globalen und chinesischen Kapitalismus?

Da der globale Wettlauf um natürliche Ressourcen in vollem Gange ist und es keine Anzeichen dafür gibt, dass Chinas Appetit auf natürliche Ressourcen nachlässt, wird die Erschließung wenig bekannter potenzieller Ressourcen an abgelegenen und schwer zugänglichen Orten zu einer der wichtigsten Prioritäten für die globale Rohstoffindustrie. Eine der letzten globalen Ressourcen-Grenzen in erreichbarer Nähe zu China sind oft natürliche Umgebungen mit wenig menschlicher Zersiedlung. Diese Gebiete befinden sich an den Rändern Chinas im russländischen Teilen Sibiriens , dem Fernen Osten, der Mongolei, Kasachstan oder Kirgisistan.

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Rasheed Mahmood

Rasheed Mahmood ist Professor an der Dhaka University im Fach Anthropologie. Sein Forschungsthema dreht sich ums Wasser und die Wasseraufbereitung für Kommunen in Überschwemmungsgebieten in Bangladesch, vor allem im Südwesten…

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Bangladesch und sein Gemeinschaftsorientiertes Naturressourcen Managment

Ich stellte mir im ersten Teil meiner Feldforschung vor allem das Ziel, den Grad und die Bedeutung von "Beteiligung" zu untersuchen, den die lokale Bevölkerung Bangladeschs hat, und die ihnen von Entwicklungspraktikern und anderen relevanten Akteuren in den Entwicklungsprojekten zugestanden wird. Viele Projekte werden heute im Geiste des "community based natural resource management" (im Folgenden CBNRM) durchgeführt. In diesem riesigen Bereich (Agrar-, Forst, Wasserwirtschaft etc.) wählte ich mir das "community based water management" zu meinem Forschungsthema.

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Saglai Sandanchik

Saglai Sandanchik, M.A Saglai Sandanchik ist Doktorandin an der Abteilung für asiatische Studien, der Palacky Universität Olomouc, Tschechische Republik. Ihre derzeitige Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung, wie Wirtschafts- und…

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Die Biber von Tuva in Bedrängnis

Es ist weithin bekannt, dass das die Händler des Russischen Reichs wegen der Pelze in den Osten vordrang. Als Ergebnis einer 300jährigen wahllosen Jagd sind Zobel, Biber und andere wertvolle Tiere in den sibirischen Wäldern vom Aussterben bedroht. Am Anfang des Jahrhunderts stand der Biber nicht nur in Russland, sondern auch in vielen anderen Ländern Europas, Asiens und Nordamerikas durch die wahllose Jagd am Rande der Ausrottung. Unter der Gefahr, die wertvolle Jagdmöglichkeit und das lebenswichtige Segment der Feuchtgebietsökosysteme zu verlieren, veranlasste die Regierung dazu, aktive Maßnahmen zu Biber Erhaltung zu ergreifen.

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Die Santal als Nutzer des Waldes
Im Wald der Shantal

Die Santal als Nutzer des Waldes

Heute fuhren wir auf zwei Motorrädern eine gewaltige Strecke von etwa 50 Kilometern in eines der wenigen übriggebliebenen Waldstücke des Nordwestens. Die Santal leben hier im Wald in drei Dörfern, etwa hundert Haushalte und alle besitzen sie Land. Dies unterscheidet sie von allen anderen Dörfern die wir bisher in der Gegend von Saidpur besucht haben. Ihren Landbesitz halten sie seit 1947 fest in ihren Händen. Früher besass dieses Land ein zamindar, ein von den Briten eingesetzter Landbesitzer, namens Rukini kanto. Als die Briten abzogen und das Land sich in einem qualvollen Prozess zwischen den Hindus und Muslimen in Pakistan und Indien neu ordnete, floh der zamnidar als Hindu aus der Region und überschrieb sein Land vollstädnig an die Santal, die dieses Land für ihn bearbeiteten.

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Die Patni Community, ein Dorf auf der Suche nach einer Alternative
Pal basket weaving

Die Patni Community, ein Dorf auf der Suche nach einer Alternative

Die Patni sind eine Gruppe von Korbflechtern, die ihre Künste dem Markt zur Verfügung stellen und von ihm minder belohnt werden. Ihr Rohstoff ist der Bambus, den sie frisch klein schneiden und in vielfältiger Weise verarbeiten. Der frische Bambus kann in ganz besonderes dünne Streifen geschnitten, aus denen sie Matten flechten. Etwas stärkere Teile des Bambus dienen als Rahmen, auf den sie diese Matten spannen. Diese werden dann zu Worfeln, Körben und Sieben verarbeitet. Ihre Geschichte als Korbmacher ist eine sehr kurze und ist erst 4 Generationen alt. Sie waren früher eigentlich einmal Fährmänner und Fährfamilien auf den Flüssen hier in ganz Bangladesh.

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Santal Communities in Saidpur
Santal communities in Saidpur

Santal Communities in Saidpur

Die Santal sind eine kleine Minderheit, die in verschiedenen Regionen Bangladeschs siedeln. Sie sind eigentlich Waldnutzer, wurden aber schon zu Zeiten der britischen Kolonisierung Indiens dazu angeheuert, Waldflächen zu roden und später als Ackerland zu nutzen. So kamen sie auch nach Bangladesh.

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Die Pal, in einem Töpferdorf bei Trishal
Töpferwaren ohne Töpferscheibe

Die Pal, in einem Töpferdorf bei Trishal

Im Dorf der Töpfer sind Männer wie Frauen in die Töpferarbeit eingebunden. Die Männer holen den Ton aus Gruben in der Nähe und stampfen ihn solange mit den Füßen, bis er weich und für die Frauen als brauchbarer Ton erscheint. Diese bekommen dann vor ihre Häuser einen Batzen Ton gelegt, aus dem sie in Handarbeit, ganz ohne Töpferscheibe mit vorgefertigten Holzformen Teller und anderes Geschirr herstellen.

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