Bangladesch und sein Gemeinschaftsorientiertes Naturressourcen Managment

Ich stellte mir im ersten Teil meiner Feldforschung vor allem das Ziel, den Grad und die Bedeutung von "Beteiligung" zu untersuchen, den die lokale Bevölkerung Bangladeschs hat, und die ihnen von Entwicklungspraktikern und anderen relevanten Akteuren in den Entwicklungsprojekten zugestanden wird. Viele Projekte werden heute im Geiste des "community based natural resource management" (im Folgenden CBNRM) durchgeführt. In diesem riesigen Bereich (Agrar-, Forst, Wasserwirtschaft etc.) wählte ich mir das "community based water management" zu meinem Forschungsthema.

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Die Santal als Nutzer des Waldes
Im Wald der Shantal

Die Santal als Nutzer des Waldes

Heute fuhren wir auf zwei Motorrädern eine gewaltige Strecke von etwa 50 Kilometern in eines der wenigen übriggebliebenen Waldstücke des Nordwestens. Die Santal leben hier im Wald in drei Dörfern, etwa hundert Haushalte und alle besitzen sie Land. Dies unterscheidet sie von allen anderen Dörfern die wir bisher in der Gegend von Saidpur besucht haben. Ihren Landbesitz halten sie seit 1947 fest in ihren Händen. Früher besass dieses Land ein zamindar, ein von den Briten eingesetzter Landbesitzer, namens Rukini kanto. Als die Briten abzogen und das Land sich in einem qualvollen Prozess zwischen den Hindus und Muslimen in Pakistan und Indien neu ordnete, floh der zamnidar als Hindu aus der Region und überschrieb sein Land vollstädnig an die Santal, die dieses Land für ihn bearbeiteten.

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Die Patni Community, ein Dorf auf der Suche nach einer Alternative
Pal basket weaving

Die Patni Community, ein Dorf auf der Suche nach einer Alternative

Die Patni sind eine Gruppe von Korbflechtern, die ihre Künste dem Markt zur Verfügung stellen und von ihm minder belohnt werden. Ihr Rohstoff ist der Bambus, den sie frisch klein schneiden und in vielfältiger Weise verarbeiten. Der frische Bambus kann in ganz besonderes dünne Streifen geschnitten, aus denen sie Matten flechten. Etwas stärkere Teile des Bambus dienen als Rahmen, auf den sie diese Matten spannen. Diese werden dann zu Worfeln, Körben und Sieben verarbeitet. Ihre Geschichte als Korbmacher ist eine sehr kurze und ist erst 4 Generationen alt. Sie waren früher eigentlich einmal Fährmänner und Fährfamilien auf den Flüssen hier in ganz Bangladesh.

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Santal Communities in Saidpur
Santal communities in Saidpur

Santal Communities in Saidpur

Die Santal sind eine kleine Minderheit, die in verschiedenen Regionen Bangladeschs siedeln. Sie sind eigentlich Waldnutzer, wurden aber schon zu Zeiten der britischen Kolonisierung Indiens dazu angeheuert, Waldflächen zu roden und später als Ackerland zu nutzen. So kamen sie auch nach Bangladesh.

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Die Pal, in einem Töpferdorf bei Trishal
Töpferwaren ohne Töpferscheibe

Die Pal, in einem Töpferdorf bei Trishal

Im Dorf der Töpfer sind Männer wie Frauen in die Töpferarbeit eingebunden. Die Männer holen den Ton aus Gruben in der Nähe und stampfen ihn solange mit den Füßen, bis er weich und für die Frauen als brauchbarer Ton erscheint. Diese bekommen dann vor ihre Häuser einen Batzen Ton gelegt, aus dem sie in Handarbeit, ganz ohne Töpferscheibe mit vorgefertigten Holzformen Teller und anderes Geschirr herstellen.

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Munshipur, Dorf im Haor bei Kishargonj
ein Dorf im Haor bei Kishargonj

Munshipur, Dorf im Haor bei Kishargonj

Ein Haor ist ein saisonales Binnenmeer, das während der Regenzeit Unmengen von Oberflächenabflusswasser aus Flüssen und Kanälen aufnimmt, die in dieses Überschwemmungsbassin fließen

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Sylhet, Volk der Khasi, Fluss Peying,
Steinmühlen in Sylhet

Sylhet, Volk der Khasi, Fluss Peying,

Aus Indien kommt ein Fluss nach Nordbangladesh geflossen, den man ab der Grenze auf der Bangladesischen Seite Peyign / Goyain nennt. Vorher heisst der Fluss Om. Eines der Besonderheiten dieses Flusses war, dass er sich direkt hinter der Grenze teilte und zwei Flussbetten aus ihm hervorgingen. Einer der Flussbetten ist der Dawki und richtet sich in westliche Richtung, das andere Flussbett heißt Peyign und hat eine östliche Richtung. Seit den 1980er Jahren ist das Flussbett des Dawki ausgetrocknet, und läuft nur noch während der Regenzeit voll, ist aber als Fluss nicht mehr Lebensader seiner Anwohner.

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Munshigonge
Uferbefestigung vor Ort erstellen

Munshigonge

In Munshigonge waren wir in einem Mawali Dorf, einer Community von landlosen Sturmopfern, bei der Samenbank von Arjuna Khanum, beim Head Office von Barcik, in einer Hindu Community von mattenflechtenden Frauen. Dazu fuhren wir jedesmal über die Fläche, die Ayla 2009 kahl rasiert hinterließ und die heute fast ausschließlich von Schrimp Zuchten bevölkert ist.

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Pathi Char

Pathi Char ist eine kleine Insel, die nur eine Familie besitzt. Der Vater unseres Doktoranden an der Anthropologie der Uni Dhaka nutzt die Insel mit seinen zwei Brüdern für Büffel- und Rinderzucht. Er besitzt um die 300 Rinder und Büffel und betreibt mit ihnen ein risikoreiches Geschäft.

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