Bangladesch in Zeiten des Klimawandels


In Europa wird Bangladesch allgemein als am stärksten betroffene Region des Klimawandels charakterisiert. Im Land ist man sich seit mehr als einem Jahrzehnt der Gefahr bewusst und hat hierfür ein eigenes Ministerium eingerichtet. Eine Sonderausstellung im Mauritianum Altenburg „Wenn Wasser knapp wird – veränderte Lebenswelten im Ganges-Delta“ widmet sich seit dem Herbst 2020 dem hochbrisanten Thema Klimawandel und zeigt seine verheerenden Auswirkungen
auf die Menschen in einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt auf. Die Ausstellung nimmt den Besucher mit zu den Orten des Klimawandels, skizziert Lebenswelten im wasserreichen
Ganges-Delta, in den Waldregionen und auf den Teebergen des Nordens, in saisonalen Überschwemmungsgebieten im Inneren des Landes und in Gegenden, die als Dürreregionen gelten – erzählt vom Entstehen und Vergehen von Land und Leben.

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2. Der Aralsee — gestern, heute, morgen…

Das Verlanden und Verschwinden des Aralsees ist eine der größten Umweltkatastrophen des 20. Jahrhunderts. Vor allem in den 1980er Jahren erregte es weltweite Aufmerksamkeit. Auch in der aktuellen Klimadebatte spielt das Schicksal des Aralsees wieder eine gewichtige Rolle. Bisherige
Forschungen in Bezug auf den Aralsee waren vornehmlich naturwissenschaftlich oder medizinisch motiviert. Eine regional und kulturwissenschaftliche Herangehensweise verspricht jedoch zusätzliche Einblicke und Erkenntnisse. Wie erinnern und verarbeiten die von der Naturkatastrophe betroffenen Menschen die drastischen Veränderungen ihrer Lebenswelt und welche Strategien entwickeln sie, um unter den neuen Bedingungen ihre Zukunft zu gestalten?

Diese Fragestellung stand im Mittelpunkt eines von der DFG geförderten und gemeinsam vom Zentralasien-Seminar der Humboldt Universität und der Karakalpakischen Filiale der Akademie der Wissenschaften Usbekistans durchgeführten Forschungsprojekts. Hier können wir die Ausstellung
zum Thema noch einmal im virtuellen Modell verfolgen.

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