Natalya Ryzhova, Cyberanthropologin

 

Natalya Ryzhova, Exzellenzprojekt „Sinophone Borderlands“ Palacky Universität Olomouc

Natalia Ryzhova erwarb 2005 ihren ersten Abschluss (das russische Äquivalent eines Doktortitels) in Wirtschaftswissenschaften und habilitierte sich 2013 zum Doktor der Wissenschaften. Sie hat auch einen MPhil in Sozialanthropologie der Universität Cambridge (2014).

Als Wirtschaftswissenschaftlerin, die an den Wert anthropologischen Denkens für das Verständnis von (Nicht-)Entwicklung glaubt, konzentriert sich Natalia auf postsozialistische Transformationen im russischen Fernen Osten. Die meisten ihrer Arbeiten befassen sich mit „informellen“ oder realwirtschaftlichen Praktiken in der Region. Sie hat sich mit der Vermittlung bei grenzüberschreitender Mobilität, Landbesitzrechten, Schmuggel, Pendeln und Bestechungsgeldern befasst. Ihre aktuelle Forschung hat sich auf die grenzüberschreitende Verbriefung und die landwirtschaftliche Umstellung an den nordasiatischen Grenzen konzentriert.

Hasan Al Shafie, Spezialist für Klimawandel und Resilience

Hasan Shafie, Anthropologe, Universität Dhaka

Hasan Al Shafie ist Spezialist für die Anpassung an den Klimawandel und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft in Südasien und anderswo. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich Ökologie, Nachhaltigkeit und Management natürlicher Ressourcen ländlicher Gemeinschaften in Bangladesch. Er stellte fest, dass traditionelle/indigene Wissenssysteme (IK & TEK) ein Archiv des menschlichen Verhaltens im Moment ökologischer Krisen und Veränderungen sind. Er berät auch Regierungsstellen im Hinblick auf die Reduzierung des Katastrophenrisikos und die gemeindebasierte Vorbereitung. Mehrere Aktionspläne der Regierung von Bangladesch bauen auf seinem Fachwissen auf oder wurden von ihm verfasst.

Askar Dzhumashev, Spezialist für postapokalyptische Migrationen

Askar Dzhumashev, Akademie der Wissenschaften Usbekistans
Askar Dzhumashev ist ein Historiker der Neuzeit und Spezialist für Fragen zur Aralsee-Katastrophe, die sich von 1960 bis heute erstreckt. Sein Schwerpunkt liegt auf den Migrationsbewegungen am Südufer des Aralsees vom Beginn der Katastrophe bis in die Transformationsperiode der 1990er Jahre.

Oktjabr Dospanov, Oral history und Clima Change in the longue duree‘

Oktjabr Dospanov, Akademie der Wissenschaften Usbekistan

Dr. Oktyabr Dospanov verbindet zwei Eigenschaften: Er ist Zeuge des Niedergangs des Aralsees in den 1960er Jahren und Archäologe. So ist er mit der Neuzeit in seiner Heimatstadt Moynaq und der Vergangenheit des Aralseeraums und des Ust-Jurt-Hochplateaus in einer historischen Tiefe von 2000 Jahren vertraut. Er ist auf die Mythen und die Widerspiegelung von Katastrophen in Folklore und archäologischen Zeugnissen der Vergangenheit spezialisiert.

PD Dr. Olaf Günther

Olaf Günther hier als Leiter der Graduiertenschule in der Palacky Universität Olomouc, Tschechien

Olaf Günther ist Asienwissenschaftler und forschte in Vergangenheit in Nordafganistan, dem Altai, dem Aralseegebiet und Bangladesch zu Folgen des Klimawandels. Sein Spezialgebiet sind Mensch-Umweltbeziehungen in Vergangenheit und Gegenwart.