Urwaldreste im Auengebiet der Elster
Ziegelgrubenholz im Sommer. Bild: Claudius Günther, 2020

Urwaldreste im Auengebiet der Elster

Das Ziegelgrubenholz bei Löbnitz Bennewitz ist einer der letzten verbliebenen Urwaldreste an der Elster. Seit 2020 ist er Ort für einer landschaftsbezogenen Feldforschung, die wir als Experiment in vielerlei Hinsicht sehen. Sie ist eine Annäherung an die multispecies Ethnology. Zusammen mit Biologen. Ökologen, Waldspezialisten besuchen wir den Wald alle 14 Tage, filmen, zeichnen, begehen ihn und schauen uns seine Eigenheiten an. Ecken mit Weichholz erinnern an einen Weichholzauenwald, andere etwas höher gelegene Stücke sind wiederum einer Hartholzaue zuzurechnen. Ganz erstaunlich ist die Pilzvielfalt. Besonders in den feuchten Zonen im Ziegelgrubenholz sind Judasohren (Auricularia auricula-judae), der goldgelbe Zitterling (Tremella mesenterica) und andere Winterpilze häufig zu finden.

Frühjahrsflut. Bild: Claudius Günther, 2021

Das Jahr unserer Feldforschung war auch bestimmt von Hochwassern, im Winter gleich zweimal , eine Zwischenschmelze im Februar und die Winterschmelze nach dem langen Märzwinter. die aber nur mäßig ausfiel.

Waldsaum im Frühling. Bild: Claudius Günther, 2021

Charakteristisch für das Ziegelgrubenholz ist seine Lage. Einige der Auenwalstücke wie der Albrechtshain bei Pegau oder die Insel bei Kobschütz sind begrenzt vom Wasser oder von Wegen und können dadurch auch richtige Waldsäume ausbilden. Die Wiesen des Ziegelgrubenholzes sind umgeben von Wiesen, die die Bauern 100 Prozent nutzen wollen und dadurch typische Saumgeqwächse wie Holundergebüsch mit Schaufeln einfach in den Wald hineinschieben. So ist er Waldsaum des Ziegelgrubenholzes sehr steil und klein.

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